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Vergöttert und verachtet (Schweizer Geschichten 2021, von Jojo Schulmeister) - Swiss Press Award

Fotoshoot im Schnee für sein Shirt-Label SAFE 505
Fotoshoot im Schnee für sein Shirt-Label SAFE 505
2. Platz
Photo / Schweizer Geschichten
2021

Vergöttert und verachtet

Jojo Schulmeister

Thierry ­Gnahoré macht Hip-Hop, er gehört zu den Besten seines Fachs, und er nennt sich ­Nativ. Das allerdings mit trotziger Ironie: Besonders «einheimisch» oder «ursprünglich» kommt er sich nicht vor. Für die Schweiz zu schwarz, für die Elfenbeinküste zu weiss – Gnahoré, im bernischen Niederscherli aufgewachsen als Sohn eines Afrikaners und einer Schweizerin (118), hat zwei Heimaten, und er fühlt sich in beiden nicht ganz daheim. «Hüt isch e guete Tag für ne Change» («Heute ist ein guter Tag für ­einen Wechsel»), heisst es auf einem Plakat an der «Black Lives Matter»-Kundgebung vom 13. Juni auf dem Bundesplatz (119). Der Satz stammt aus «Sira», einem von Nativs Songs.

Schweizer Illustrierte

2. Platz
Photo / Schweizer Geschichten
2021

Jojo Schulmeister

Thierry ­Gnahoré macht Hip-Hop, er gehört zu den Besten seines Fachs, und er nennt sich ­Nativ. Das allerdings mit trotziger Ironie: Besonders «einheimisch» oder «ursprünglich» kommt er sich nicht vor. Für die Schweiz zu schwarz, für die Elfenbeinküste zu weiss – Gnahoré, im bernischen Niederscherli aufgewachsen als Sohn eines Afrikaners und einer Schweizerin (118), hat zwei Heimaten, und er fühlt sich in beiden nicht ganz daheim. «Hüt isch e guete Tag für ne Change» («Heute ist ein guter Tag für ­einen Wechsel»), heisst es auf einem Plakat an der «Black Lives Matter»-Kundgebung vom 13. Juni auf dem Bundesplatz (119). Der Satz stammt aus «Sira», einem von Nativs Songs.

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