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Sammelsurium (Porträt 2011, von Daniel Kellenberger) - Swiss Press Award

Tages Anzeiger

Photo / Porträt
2011

Daniel Kellenberger

Es ist wie der Übertritt in eine andere, eine entrückte Welt. Betritt man den Teil des alten Hauses, in dem Michael Drobny lebt, gelangt man durch einen tiefliegenden Flur in die Küche. Dort liegt ein würziger, leicht säuerlicher Geruch in der Luft. Der Blick in die angrenzenden Räume offenbart eine grosse Ordnung im vermeintlichen Chaos. Überall stapeln sich Bücher, Schallplatten und Zeitungen. Dort, wo Drobny zu nächtigen pflegt, ist alles mit Masken verhängt. Masken aller Art, die der Hausherr im Laufe der Jahre im
Stäfner Pfannenstil-Brocki zusammengekauft hat. Um die Ecke lauert ein Klavier, dessen Innereien sichtbar sind. Ein Keyboard steht dem Piano treu zur Seite. Schweift der Blick weiter, erhascht er modernste Elektronik: Computer, Notebook, Drucker. Und überall Bücher, Bücher, nichts als Bücher.

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