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Schäfer im Aletsch (Schweizer Geschichten 2014, von Adrian Streun) - Swiss Press Award

Die Schafherde überquert die Tällischlucht.
Die Schafherde überquert die Tällischlucht.
Photo / Schweizer Geschichten
2014

Schäfer im Aletsch

Adrian Streun

Jeweils Ende August macht sich eine Gruppe junger Männer im Auftrag der Burgerschaft Naters im Kanton Wallis mitten in den Schweizer Alpen auf, um die Schafe aus dem Gebiet des Inneren Aletschji zurückzuholen. Der Fotograf Adrian Streun dokumentieren in seiner Reportage die letzte Phase der Arbeit der Schaftreiber.
850 Schafe sind von ihren Besitzern Anfang Sommer auf die mächtige Halbinsel inmitten des Walliser Gletschermeers getrieben worden. Die Aufgabe der Schaftreiber besteht darin, die 850 Schafe wieder zu finden und auf die Belalp zu ihren Besitzern zurückzubringen. Es ist eine harte und gefährliche Arbeit.
Das Innere Aletschji ist ein gewaltiger Bergrücken unterhalb des Geisshorns und der Fusshörner, auf zwei Seiten begrenzt durch den Oberaletsch- und den grossen Aletschgletscher – den grössten Gletscher der Alpen. Es ist wie ein riesiger natürlicher Pferch, so abgelegen, dass nur ein Weg dorthin und wieder hinaus führt – durch die Atem beraubende Tälli-Schlucht.
Der spektakuläre Abschluss besteht aus der Schafscheid, in der die Besitzer in einer Art „Alpen-Rodeo“ ihre Schafe aus der grossen Herde ausscheiden.
Seit Generationen treiben die Schafzüchter von Naters ihre Tiere ins Innere Aletschji, wo die Schafe den Alpsommer ohne Hirten verbringen. Die zehnköpfige Gruppe der Schaftreiber besteht aus zwei Säckelmeistern als Anführer und ihren Helfern, den Sannern – eine verschworene Freundesgruppe aus Naters, die weiterführt, was ihre Väter und Grossväter schon taten.
Die Reportage soll die Schönheit der Schweiz und ihrer lebendigen Traditionen zeigen, ohne dass dabei Postkarten-Sujets oder billige Alpenromantik gezeigt werden. Vielmehr stehen die Stimmung in den Bergen und die Schäfer im Mittelpunkt.

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Photo / Schweizer Geschichten
2014

Adrian Streun

Jeweils Ende August macht sich eine Gruppe junger Männer im Auftrag der Burgerschaft Naters im Kanton Wallis mitten in den Schweizer Alpen auf, um die Schafe aus dem Gebiet des Inneren Aletschji zurückzuholen. Der Fotograf Adrian Streun dokumentieren in seiner Reportage die letzte Phase der Arbeit der Schaftreiber.
850 Schafe sind von ihren Besitzern Anfang Sommer auf die mächtige Halbinsel inmitten des Walliser Gletschermeers getrieben worden. Die Aufgabe der Schaftreiber besteht darin, die 850 Schafe wieder zu finden und auf die Belalp zu ihren Besitzern zurückzubringen. Es ist eine harte und gefährliche Arbeit.
Das Innere Aletschji ist ein gewaltiger Bergrücken unterhalb des Geisshorns und der Fusshörner, auf zwei Seiten begrenzt durch den Oberaletsch- und den grossen Aletschgletscher – den grössten Gletscher der Alpen. Es ist wie ein riesiger natürlicher Pferch, so abgelegen, dass nur ein Weg dorthin und wieder hinaus führt – durch die Atem beraubende Tälli-Schlucht.
Der spektakuläre Abschluss besteht aus der Schafscheid, in der die Besitzer in einer Art „Alpen-Rodeo“ ihre Schafe aus der grossen Herde ausscheiden.
Seit Generationen treiben die Schafzüchter von Naters ihre Tiere ins Innere Aletschji, wo die Schafe den Alpsommer ohne Hirten verbringen. Die zehnköpfige Gruppe der Schaftreiber besteht aus zwei Säckelmeistern als Anführer und ihren Helfern, den Sannern – eine verschworene Freundesgruppe aus Naters, die weiterführt, was ihre Väter und Grossväter schon taten.
Die Reportage soll die Schönheit der Schweiz und ihrer lebendigen Traditionen zeigen, ohne dass dabei Postkarten-Sujets oder billige Alpenromantik gezeigt werden. Vielmehr stehen die Stimmung in den Bergen und die Schäfer im Mittelpunkt.

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